Unser Sonnensystem

Einleitung

Seit es die Menschheit gibt, starrt sie in klaren Nächten in den Himmel und lässt sich von dem faszinierenden Eindrücken in ihren Bann ziehen. Die vielen fast unzählbaren gleißend hellen Lichtpunkte, das Band der Milchstraße, diffuse Flecken und ein paar sich anderes als der gesamte Rest bewegende zum Teil sehr helle Lichtpunkte gaben von je her den Menschen Rätsel auf und booten aber Platz zum Träumen.

Das was wir da alles sehen ist das Universum. Ein fast unglaublich großes Gebilde welches einmal durch den Urknall entstanden ist. Bis heute wirkt die Energie dieser gewaltigsten aller Explosionen nach und lässt das Universum immer noch an Größe zunehmen. Ja das Universum hat eine Größe und diese Größe kann man berechnen und in einer Zahl ausdrücken. Diese Zahl ist jedoch so gewaltig, dass es jedem schwer fallen wird sich diese vorzustellen. Trotzdem möchte ich sie nennen. Zurzeit beträgt der Durchmesser des sichtbaren Universums 1,296 x 10E26 Meter. Wer mit der Exponentialschreibweise nichts anfangen kann, für den sei erklärt, dass 10E26 ein 10 mit 26 Nullen ist. Oder anders ausgedrückt der Durchmesser beträgt 129.600.000.000.000.000.000.000.000.000 Meter. Wem nun beim Anblick dieser Zahl der Kopf brummt dem sei versichert, dass es nicht wirklich wichtig ist dies zu wissen, aber es ist mal ganz nett diese Zahl so zu sehen.

Das weitaus meiste was wir am Nachthimmel sehen ist jedoch aus unserer nächsten kosmischen Nachbarschaft, der Milchstraße. Die Milchstraße ist eine so genannte Spiralgalaxie und habt einen Durchmesser von etwa 100.000 Lichtjahren und beherbergt ungefähr 400 Milliarden Sterne. Doch wie viel ist nun schon wieder ein Lichtjahr. Zunächst einmal muss geklärt werden, dass es sich bei einem Lichtjahr nicht um eine Zeitangabe handelt sonder es vielmehr um eine Strecke geht. Ganz genau um die Strecke die das Licht im luftleeren Raum in einem Jahr zurücklegt. Das Licht legt pro Sekunde eine Strecke von 299.792.458 m/s zurück. Somit gilt für das Lichtjahr 299.792.458 x 60 (ergibt den Wert für eine Minute) x 60 (ergibt den Wert für eine Stunde) x 24 (ergibt den Wert für einen Tag) x 365,25 (ergibt den Wert für ein Jahr) = 9.460.730.472.580.800 m/Jahr oder 9,46 Billionen Kilometer pro Jahr. Doch zurück zu unserer Milchstraße. Von den 400 Milliarden Sternen der Milchstraße können wir an einem günstigen Ort mit wenig Luft- und Lichtverschmutzung in sehr klaren Nächten ca. 6000 sehen.

Wie ist nun das Sonnensystem entstanden? Das Alter des gesamten Universums wird auf rund 14 Milliarden Jahre geschätzt. Unsere Galaxie gehört, wenn man so will, zu den Mitbegründern des Universums und gehört mit rund 13,6 Milliarden Jahren zu den ältesten Galaxien. Vor rund 5 Milliarden Jahren wurde durch den Tod eines Sterns der Grundstein für unser Sonnensystem gelegt. Dort wo sich unser Sonnensystem heute befindet, existierte zu dieser Zeit eine große mit Wasserstoff angefüllte Gaswolke. Im übrigen ist alles was es im Universum gibt und somit auch wir aus dem Grundbaustein Wasserstoff entstanden. Durch den Tod des in der Nähe dieser Gaswolke existierenden Sterns, oder genauer durch seine Explosion man nennt Explosionen von Sternen auch Supernova, wurde diese Gaswolke in Rotation versetzt. Durch diese Rotation flachte sich die Gaswolke immer mehr ab und der Druck im Innern der Wolke stieg immer mehr an. Im äußeren Bereich der Wolke verdichteten sich die Gasmoleküle zu Staubteilchen. Schließlich wurden der Druck und die Temperatur in der Gaswolke so groß, dass im Zentrum der Gaswolke die Kernfusion zündete und so unsere Sonne entstand. Aus den Staubteilchen im Außenbereich wurden allmählich immer größere Brocken bis die ersten Kleinplaneten, so genannte Planetoiden, entstanden. Je größer ein solcher Planetoid wurde umso mehr kleiner Brocken zog er durch seine Gravitation an. Die heutigen Gasplaneten entstanden durch die Zusammenballung von den Resten der Gastwolke. Teilchen welche bei der Zündung der Kernfusion unserer Sonne und der damit verbundenen Druckwelle zu leicht waren, wurden durch die Druckwelle nach außen gepresst. Aus diesen Teilchen, so wird vermutet entstand die Oortsche Wolke. Nach ungefähr 0,5 Milliarden Jahren waren die Gesteinsbrocken, Planetoiden und Gasreste soweit verschmolzen, dass nur noch die bekannten Planeten übrig waren. Diese begannen nun sich abzukühlen. Etwa weitere 0,5 Milliarden Jahre später war es auf unserer Erde so kalt, dass das Leben erste Schritte tun konnte. Das war noch kein Leben wie wir es kennen, aber die ersten Einzeller werden auf etwa 3,5 - 4 Milliarden Jahre geschätzt.

Das Sonnensystem, welches unsere Heimat im Kosmos ist, besteht nun aus dem Zentralstern, unserer Sonne, und derzeit 8 (9) bekannten Planeten. Ich schreibe bewusst "derzeit" da die Möglichkeit besteht, dass im Sommer 2005 ein weiterer entdeckt wurde. Diese 8 (9) Planeten sind, in der Reihenfolge von innen nach außen, Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und Pluto. Die vier inneren Planeten sind alles Gesteinsplaneten mit fester Kruste und einem Eisenkern. Die beiden äußeren haben darüber hinaus Begleiter. Dies ist bei der Erde der uns wohl bekannt Mond und bei Mars sind dies seine beiden recht kleinen Monde Deimos und Phobos. Zwischen Mars und Jupiter befindet sich der so genannte Asteroidengürtel. In ihm befinden sich mehrere 10.000 zum Teil über 1km im Durchmesser große Gesteinsbrocken. Rund 90.000 dieser Brocken sind bekannt und Katalogisiert. Jupiter ist nun der erste Planet der zu den Gasriesen zählt. Jupiter hat 63 Monde wovon die 4 größten bereits 1610 von Galileo entdeckt und diese Gruppe auch nach ihm benannt wurden. Diese Entdeckung gilt als Basis für die Abkehr von dem Glauben, dass die Erde der Mittelpunkt unseres Sonnensystem ist und all das was wir am Himmel sehen fast an diesem angebracht ist. Auf Jupiter folgt Saturn. Saturn verfügt ebenfalls über eine stattliche Anzahl eigener Monde. Es sind 46 an der Zahl. Das aber markanteste an Saturn sind wohl seine wunderschönen Ringe. Diese Ringen, so vermutet man, sind früher einmal zumindest ein weiterer Mond gewesen und durch Kollision mit einem Saturn zu nahe gekommenen anderen Himmelskörper entstanden. In ca. 100.000 Jahren werden sie allerdings in den Raum abgedriftet sein da sie sich durch die Rotation immer weiter von Saturn entfernen. Der nächste Planet ist der Uranus. Auch er verfügt über eine sehr große Anzahl an Monden, es sind derzeit 27. Uranus ist der einzigste Planet unseres Sonnensystems dessen Rotationsachse nicht im rechten Winkel zu der Umlaufbahn um die Sonne steht bzw. leicht zu dieser geneigt ist. Uranus rotiert fast liegend, denn seine Rotationsachse ist zu seiner Bahnebene um fast 98° geneigt. Zum Vergleich die Achsneigung der Erde beträgt rund 24°. Als letzten Gasplaneten gibt es Neptun in unserm Sonnensystem. Er lässt 13 Monde um sich kreisen von denen vier durch Voyager II während ihres Vorbeifluges 1989 entdeckt wurden. Drei waren vor dem Vorbeiflug bekannt und der Rest wurde durch das Spacetelskop Hubble entdeckt. Auch Neptun wartet mit einem Kuriosum auf. Er hat den einzigsten Mond im unserem Sonnensystem welcher nicht von Ost nach West um seinen Planten kreist, sondern genau entgegengesetzt. Deshalb geht man auch bei diesem Mond davon aus, das es sich um einen Neptun zu nahe gekommenen und somit durch seine Anziehungskraft eingefangenen Kleinstplaneten handelt. Der bislang letzte Planet unseres Sonnensystems war Pluto. Pluto wurde im August 2006 vom Planeten zum zwergartigen Planeten degradiert und somit ist derzeit Neptun der letzte Planet unseres Sonnensystems. Pluto oder 134340(Pluto) wie er jetzt offiziell heißt verfügt über einen Mond welcher etwas mehr als halb so groß ist wie Pluto selbst.

Nach Pluto kommt dann noch in einiger Entfernung der Kuipergürtel. Dieser Gürtel wird als die äußerste Grenze unseres Sonnensystems bezeichnet und beherbergt viele ungezählte Eisklumpen. Unser Sonnensystem wird abschließend von der Oortschen Wolke umhüllt. Nach dieser Wolke dauert es rund 4,2 Lichtjahre bis man auf den nächsten Stern trifft, Proxima-Centauri. Die nächstgelegenen Galaxien sind leider nur von der südlichen Halbkugel unserer Erde aus zu sehen. Es sind dies die große und die kleine Magellansche-Wolke. Sie sind ca. 180.000 Lichtjahre von uns entfernt.

Um noch einmal kurz auf zahlen einzugehen möchte ich auf unsere Chancen eingehen die nächst gelegene Galaxie zu erreichen. Mit heute von uns realisierbaren Raumschiffantrieben würden wir von der Erde bis zu unserem äußersten Planeten, dem Pluto, rund 22 Jahre brauchen. Pluto ist aber nur 5.756.782.110km im Durchschnitt von uns entfernt! Die Magellansche-Wolke sind hingegen 1.702.931.485.064.544.000.000km also das 295.813.086.639-Fache der Entfernung Erde Pluto, mal 22 Lebensjahre ergibt...

Ich glaube ich brauche nicht mehr weiter rechnen, oder?

Zum Abschluß ist hier noch ein kleines Übersichtsbild unseres Sonnensystems.

Seite 'Einleitung' zuletzt aktualisiert am Mittwoch den 01.06.2016 um 20:50:12.
Die Sonne

Das Zentrum unseres solaren Systems ist die Sonne. Die Sonne ist unter den Sternen unserer Galaxie, der Milchstraße, eher ein kleiner Vertreter. Das ist für uns und alles andere Leben auf unserer Erde eher positiv. Zum einen sind kleiner Vertreter der Gattung Stern sehr viel verlässlicher und berechenbarer was ihre Energieabsonderung und ihre Lebenserwartung angeht und zum anderen wäre auf der Erde kein Leben möglich wenn der Stern um den sie kreist bei gleichem Abstand sehr viel größer wäre. Denn damit würde auch das Strahlungspotential im Bereich der Röntgen-, Beta- und Gammastrahlung steigen und diese Strahlung ist für Lebewesen, wie jeder weiß, nicht besonders bekömmlich.

Unsere Sonne ist ungefähr 4,5 - 5 Milliarden Jahre alte und hat, soviel weiß man von Sternen dieser Größe, somit etwa die Hälfte ihres Lebens hinter sich oder vor sich, ganz wie man will. Ihr Leben verdankt sie dem Tod eines anderen, vermutlich sehr viel größeren und damit kürzer lebenden Stern. Dieser Stern ist vor etwa 5 - 5,5 Milliarden Jahren in einer gewaltigen Supernova-Explosion gestorben. Hierzu möchte ich kurz in das Leben von Sternen abzweigen um die Funktionsweise von Sternen besser zu verstehen. Im Moment der Geburt eines Sternes besteht dieser fast zu 100% aus Wasserstoff. Im Falle unserer Sonne waren es bei ihrem entstehen rund 80% Wasserstoff, ca. 18% Helium und 2% andere Edelgase. Dieser Wasserstoff steht dermaßen unter Druck, dass die so genannte Kernfusion zündet. Bei der nun ablaufenden Fusion wird im Innern des Sterns aus Wasserstoff Helium, aus Helium wird Lithium aus Lithium Beryllium und so weiter. Alle uns bekannten Stoffe werden im inneren von Sternen also auch im inneren unserer Sonne geschaffen. Wie ist so ein Stern nun aufgebaut. Im Kern werden alle schweren Elemente wie etwa Eisen abgelegt. Die leichten Elemente wie Wasserstoff und Helium liegen in der Hülle. Das ganze muss man sich wie die Schalen einer Zwiebel vorstellen. Wenn der Stern nun keinen Wasserstoff mehr hat den er weiter verbrennen kann beginnt er instabil zu werden und kollabiert oder anderes ausgedrückt da die Energie aus der Verbrennung welche die Atome in Bewegung gehalten hat langsam ausgeht, fallen die Atome und Moleküle in sich zusammen und stürzen in Richtung Zentrum (Gravitationszentrum). Hier wird nun der Anteil der Masse so riesig, dass diese nicht so eng zusammengeballt existieren kann und der Stern oder besser das was von ihm übrig ist fliegt in einer gewaltigen Explosion auseinander. Alles, aber auch wirklich alles was es im Universum gibt, also auch wir, konnte und kann nur entstehen durch die Explosionen der Sterne welche es seit dem Entstehen des Universums gegeben hat, denn bei diesen Explosionen werden die geschaffenen Elemente in den Weltraum abgegeben. Wir sind also quasi Sternkinder. So zu sagen als Abfallprodukt der Explosion entsteht eine Druckwelle. So eine Druckwelle hat nun eine riesige Gaswolke erreicht und diese Gaswolke in Schwingungen versetzt. Diese Schwingungen haben dazu geführt, dass die Wolke in Rotation versetzt wurde und damit von einer Wolke in eine rotierende Scheibe verändert wurde. Im Zentrum dieser Scheibe wuchs der Vorrat an Wasserstoff an. Gleichzeitig stieg der Druck und damit die Temperatur. Das alles führte dazu das erneut die Kernfusion zündete und einen Stern entstehen ließ und dieser Stern ist unsere Sonne.

Zwar ist unsere Sonne, wie bereits erwähnt nicht gerade ein großer Stern, aber sie hat es trotzdem in sich. So verfügt die Sonne über das 333.400-Fache der Masse unserer Erde und enthält somit 99,86% der Gesamtmasse unseres Sonnensystems also all dem was in unserem Sonnensystem etwas wiegt. Das sind immerhin alle 8 (9) Planeten und ihre insgesamt 153 Monde, alle Asteroiden und Gesteinsbrocken des Asteroiden- und Kuipergürtels sowie alle Eisklumpen aus der Ooortschen-Wolke. In ihrem Inneren betragen die Temperaturen rund 8 Millionen Grad Kelvin (0° Kelvin entsprechen -273° Celsius, dies ist der absolute Nullpunkt). An ihrer Oberfläche sind es nur noch 7000°K. Die Photonen welche bei der Verbrennung des Wasserstoffs frei werden brauchen vom Kern bis zur Oberfläche mehrere 100.000 Jahre. Pro Tag verbrennt sie rund 6.000 Tonnen Wasserstoff. Dies macht sie so seit ihrer Entstehung und wird es noch bis ihrem Ende weiter so praktizieren. Wohl gemerkt, sie befindet sich derzeit in der Mitte ihres rund 10 Milliarden Jahre langem Leben.

Die Sonne ist aber nicht nur für die Energieentstehung in unserem Sonnensystem verantwortlich, sie hält es auch zusammen. Durch ihre Masse und ihre Gravitationskraft (Anziehungskraft) hält sie alle Planeten und deren Monde auf den jeweiligen Bahnen. Natürlich spielen dabei auch die Massen und Gravitationskräfte der einzelnen Planten und Monde eine Rolle. Es sind aber eben nur 0,14% der Gesamtmasse unseres Sonnensystems. Das Licht welches die Sonne ausstrahlt braucht ungefähr 8 Minuten bis es uns erreicht und trotzdem wärmt es unseren Planeten. An den heißesten Stellen unserer Erde immerhin bis auf über 40°C. Und die Sonne kann noch mehr. So ist sie zum Beispiel dafür verantwortlich, dass es in den Regionen Nahe der Pole die so genannten Polarlichter gibt. Ja die Sonne lässt sogar einen Wind wehen, wenn gleich dieser Wind auch nicht aus Luft sondern aus radioaktiven Teilchen besteht. Trotzdem kann man mit seiner Hilfe im Sonnensystem segeln.

Irgendwann in einer noch recht fernen Zukunft wird die Sonne aber auch für das Ende unserer Erde und später auch für das Ende des gesamten Sonnensystems verantwortlich sein. Wenn sich der Wasserstoffvorrat in der Sonne dem Ende nähert, wird sie sich sehr stark vergrößern. Nach unserem heutigen Wissensstand wird sie sich bis zur Marsbahn ausdehnen und dabei alle inneren Planeten schlucken und vernichten. Wenn die Sonne diesen Zustand erreicht hat wird sie zu einem so genannten roten Riesen und versucht durch das Verbrennen von Helium und anderen gasförmigen Stoffen in ihr ihren Energiebedarf zu decken welchen sie benötigt um das Feuer der Kernfusion aufrecht zu erhalten. Doch irgendwann klappt auch das nicht mehr und die Kernfusion erlischt. Ab diesem Zeitpunkt wird die Sonne erkalten und in sich zusammen fallen. Wenn dabei die Massedichte im innern so groß geworden ist, dass der Platz zwischen den Molekülen und innerhalb der Atome nicht weiter komprimiert werden kann, verliert sie ihre Hülle und hat damit aufgehört zu existieren. Aus der Sonne wird vermutlich keine Supernova, dazu ist sie zu klein. Vielmehr wird sie in einem letzten Akt ihr mit Gasen aller Art angereicherte Hülle in pulsierenden Bewegungen in das All abstoßen. Übrig bleibt ein kleiner, etwa erdgroßer super heißer Kohlenstoff-Eisen-Klumpen. Dieser Klumpen ist so heiß das es etwa weitere 10 Milliarden Jahre dauert, bis er soweit abgekühlt ist, dass er keine Energie in Form von sichtbarer Strahlung (Licht) mehr abgibt. Kohlenstoff-Eisen-Klumpen dieser Größe und Hitze werden "weiße Zwerge" genannt. Mit einer Oberflächentemperatur von ca. 10 Millionen Grad Kelvin haben sie etwa die Temperatur welche im innern der Sonne herrschten. Wenn sie so weit abgekühlt sind, dass sie kein Licht mehr abstrahlen, sind sie schwarz und kalt und werden dann schwarze Zwerge genannt. Bisher konnte die Existenz von schwarze Zwerge noch nicht nachgewiesen werden da sie sich verständlicher Weise gegen das Schwarz des Universums nicht abheben und ihre Größe auch nicht dazu taugt vor anderen Objekten besonders leicht erkennbar zu sein. Die Wahrscheinlichkeit ihrer Existenz ist jedoch sehr hoch.

Zum Abschluß noch ein paar Bilder und Fakten unseres Zentralgestirns.

  Durchmesser am Äquator: 1.391.600 km
  Umfang am Äquator: 4.379.000 km
  Volumen 1.142.200.000.000.000.000 km³ oder 1.1422 x 10E18 km³
  Das entspricht Erdenmassen 1.300.000
  Masse in Kilogramm: 1.989.000.000.000.000.000.000.000.000.000 kg
  Dichte: 1.409 g/cm³
  Oberfläche: 6.087.799.000.000 km² oder 6.0877 x 10E12 km³
  Das entspricht Erdoberflächen: 11.990
  Äquatorlie Gravitation (Anziehungskraft): 274,0 m/s²
  Äquatorlie Gravitation (Anziehungskraft) der Erde: 9,8 m/s²
  Fluchtgeschwindigkeit: 2.223.720 km/h
  Vollständige Umdrehung in Erdentagen: 25,38 oder 609,12 Stunden
  Alter ca.: 4,5 - 5 Milliarden Jahre
  Oberflächentemperatur im Mittel: 5777° Kelvin oder 5504° Celsius
  Mittlerer Abstand Erde - Sonne: 149.597.890 km
  Mittlerer Abstand zum nächst gelegenen Stern: 39.932.000.000.000 km oder ca. 4,2 Lichtjahre

Seite 'Die Sonne' zuletzt aktualisiert am Mittwoch den 01.06.2016 um 17:41:23.
Der Merkur

Merkur ist der Planet in unserem Sonnensystem welcher der Sonne am nächsten ist. Er empfängt somit die meiste Strahlung und biete deshalb keinen Platz für Lebensformen irgendeiner Art. Auf seiner der Sonne zugewandten Seite herrschen Temperaturen von über 400°C wohingegen seine der Sonne abgewandte Seite Temperaturen von unter -120°C aufweist. Merkur umkreist in einer sehr stark elliptisch ausgeprägten Umlaufbahn die Sonne. Darüber hinaus ist seine Umlaufbahn so um die Sonne gelegt, das diese nicht im Zentrum der Ellipse steht. Bei der größten Annäherung Merkurs an die Sonne beträgt der Abstand zwischen den Beiden nur rund 46.000.000 km, während Merkur bei der größten Entfernung fast 70.000.000 km von der Sonne entfernt ist. Dieser Bahncharakteristik verdankt Merkur den wohl längsten Tag den es auf einem Planeten in unserem Sonnsystem gibt. Ein Tag auf dem Merkur dauert fast 59 Erdentage oder anders erklärt, zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang liegen rund 1410 Stunden! Wenn man nun noch dazu rechnet, dass Merkur in nur 88 Tagen einen vollen Sonnenorbit durchläuft, dann umkreist er also die Sonne in ca. 1,5 Merkurtagen! Als Gegensatz dazu steht die Erkenntnis, dass Merkur der schnellste Planet in unserem Sonnensystem ist. Er rast mit rund 50 km/s um die Sonne.

Merkur ist der kleinste der inneren Planeten. Aufgrund seiner Nähe zur Sonne und der damit verbundenen hohen Temperaturen verfügt Merkur über keine nennenswerte bzw. feststellbare Atmosphäre. Dies hat unter anderem damit zu tun, dass sich Gase bei Temperaturen von über 400°C so stark ausdehnen, dass sie sich recht leicht in den Weltraum verflüchtigen können. Auch verfügt Merkur nur über knapp ein drittel der irdischen Anziehungskraft und ist deshalb nicht in der Lage eine Atmosphäre zu halten. Die geringe Anziehungskraft würde ihn allerdings zu einem Paradies für übergewichtige Menschen machen denn wer auf der Erde 100kg wiegt müsste auf dem Merkur nur rund 38kg mit sich herumtragen. Durch die fehlende Atmosphäre gibt es auf Merkur auch keine Erosion was bedeutet, dass auf Merkur keine Verwitterung des Gesteins stattfindet. So ähnelt Merkur in seinem Aussehen sehr unserem Mond.

Alles in allem ist Merkur ein eher unspektakulärer Planet. Für Astronomen hier auf der Erde ist er meist nicht mehr als eine kleine helle Scheibe. Das optisch interessanteste ist da schon der so genannte Merkurtransit. So nennt man das von der Erde aus sichtbare durchwandern der Sonnenscheibe. Bisher hat nur eine Sonde Merkur einen Besuch abgestattet und Bilder und Daten zur Erde gefunkt. Die im November 1973 gestartete und im März 1974 an Merkur vorbei geflogene Mariner 10 Sonde der USA ist bis heute der einzige Besucher gewesen. Im Jahr 2011 soll die 2004 gestartete Messenger-Sonde der USA in einem Merkur-Orbit einschwenken und weiter Daten über den Planeten sammeln und zur Erden funken.

Abschließend wieder ein paar Bilder und Daten von Merkur.

  Durchmesser am Äquator: 4.879,4 km
  Umfang am Äquator: 15.329,1 km
  Volumen 60.827.200.000 km³
  Das entspricht Erdenmassen 0,054
  Masse in Kilogramm: 330.220.000.000.000.000.000.000 kg
  Dichte: 5.427 g/cm³
  Oberfläche: 74.800.000 km²
  Das entspricht Erdoberflächen: 0,108
  Äquatorlie Gravitation (Anziehungskraft): 274,0 m/s²
  Äquatorlie Gravitation (Anziehungskraft) der Erde: 9,8 m/s²
  Fluchtgeschwindigkeit: 15.300 km/h
  Vollständige Umdrehung in Erdentagen: 58,646 oder 1407,5 Stunden
  Mittlerer Abstand zur Sonne 57.909.175 km
  Kleinster / Größter Abstand zu Sonne 46.000.000 km / 69.820.000 km
  Dauer eines vollständigen Sonnenorbits 87,97 Erdentage
  Temperaturschwankung auf der Oberfläche -173 / 427 °C

Seite 'Der Merkur' zuletzt aktualisiert am Mittwoch den 01.06.2016 um 17:44:12.
Die Venus

Wenn die Erde einen Schwesterplaneten hat, dann ist es die Venus. So dachte man lange über die Venus und bis in die Anfänge der Raumfahrt und den späten 50'er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde dies Auffassung vertreten. Doch bei den ersten Besuchen von interplanetarischen Raumsonden geriet diese Vorstellung ins Wanken. Die ehemalige Sowjetunion war die Raumfahrtnation, welche die meisten Sonden in Richtung Venus entsandt hatte. Insgesamt 13 Sonden, Venera 1 - 13 wurden gestartet und 9 von ihnen waren so konzipiert, dass sie auf der Venus landen sollten. Doch die ersten Sonden erreichten nicht einmal den Boden. Erst Venera 9 schaffte es bis auf die Oberfläche zu kommen und Daten zur Erde zu funken. Dies schaffte sie nur ein paar Minuten, dann brach auch zu ihr der Kontakt ab. Venera 11 konnte schon ganze 2 Stunden auf der Venusoberfläche überleben. Schließlich gelang es sogar Venera 13 das erste vollständige und farbige Bild zur Erden zu übermitteln. Doch was setzte den Sonden so zu, dass sie es nicht vermochten für mehr als ein paar Stunden den Kontakt zur Erde aufrecht zu erhalten und dann für immer zu verstummen. Denn schließlich war man darauf gefasst, dass es auf der Venus heißer war als auf der Erde. Dies war schon durch die geringere Entfernung zur Sonne vorhersehbar, aber was die Sonden auf der Venus erwartete hatte sich keiner der Wissenschaftler und Raumfahrtexperten der damaligen Zeit träumen lassen.

Auf der Venus herrschen atmosphärische Bedingungen die alles binnen kurzer Zeit zerstören was auf ihr landet. Auf der Oberfläche der Venus werden Temperaturen gemessen die es selbst auf dem sonnennächsten Planten dem Merkur nicht gibt. Über 450°C und das nicht nur auf der Tagseite. Aber damit noch nicht genug, wenn man auf der Venusoberfläche angekommen wäre, müsste man einen Druck aushalten der bei uns auf der Erde erst in einer Meerestiefe von über 900 Metern erreicht wird. Über 90 Bar herrschen auf der Venusoberfläche. Zum vergleich auf der Erde herrscht ein Druck bei schönem Wetter von 1,013 Bar. Doch sind die Temperaturen und der hohe Druck nicht die einzigen Hindernisse welche es zu überwinden gilt. Die von der Erde aus zu sehenden Wolkenstrukturen bestehen nicht wie auf der Erde aus feinstverteilten Wassertropfen, auf der Venus bestehen die Wolken aus Schwefelsäure. Diese Wolken sind der Hauptgrund für die höchsten Oberflächentemperaturen die bisher auf einem Planeten unseres Sonnensystems gemessen wurden. Der so genannte Treibhauseffekt bewirkt, dass die Wärmestrahlung der Sonne auf die Oberfläche der Venus einwirken kann, diese aufheizt aber anschließend nicht mehr ins All entweichen kann da die Wolken die Wärme wieder zu Oberfläche reflektieren. Bekommen wir hier von der Natur ein warnendes Beispiel gezeigt?

Die Oberfläche der Venus ist geprägt von vielen sehr unterschiedlichen Vulkankratern. Es gibt Vulkankrater die denen hier auf der Erde ähneln. Dann gibt es wieder Gebilde die aussehen wie riesige Pfannkuchen mit Loch (dem ehemaligen Vulkan). Andere sehen wiederum sehen aus als wären sie aufgebrochen aber hätten dann vergessen die Lava auf die Oberfläche zu bringen. Die Venus zeigt ebenfalls teils sehr schroffe Bruchkanten in ihrer Oberfläche, so als wäre der Boden sehr stark angehoben und wieder gesenkt worden. Diese Eindrücke von der Oberfläche verdanken wir der amerikanischen Raumsonde Magellan. Weitere Daten von Magellan, welche die Venusoberfläche per Radar vermessen und Kartografiert hat bestätigen, dass es auf der Venus sehr starke vulkanische Aktivitäten gegeben haben muss. Leider konnte Magellan keine aktiven Vulkane ausmachen. Eine weitere Erkenntnis von der Oberfläche der Venus lässt die Wissenschaftler bis heute rätseln. Bei der Suche nach Anhaltspunkten ob und wie sehr die Venus geologisch aktiv ist, stießen die Wissenschaftler auf einige merkwürdige Gegebenheiten. Es gibt auf der Venusoberfläche keine Gebiete die als geologisch älter oder jünger eingeordnet werden können. Bei dem Versuch dieses Rätsel zu lösen, wurde den Wissenschaftlern ein neues aufgegeben. Bei dem Versuch das Oberflächenalter durch das Auffinden von Einschlagkratern welche durch Meteoriten verursacht wurden zu bestimmen viel den Wissenschaftlern auf, dass keine Krater gab die kleiner als ca. 2 km im Durchmesser waren. Auch waren die Krater absolut gleichmäßig über die Oberfläche verteilt. Was konnte nun daraus gefolgert werden? Zum einen scheint sicher zu sein, das Meteoriten unter einer bestimmten Größe die Venus nicht erreichen da sie in der Atmosphäre durch die Einwirkung von Schwefelsäure und Druck zerdrückt werden bevor sie auf dem Boden aufschlagen. Die andere Erkenntnis ist allerdings viel schwerwiegender. Es scheint so zu sein, dass sich die Venusoberfläche mehr oder weniger gleichzeitig gebildet hat. Auf allen anderen Planeten unseres Sonnensystems mit harter Kruste gibt es Gebiete auf denen mehr Einschlagskrater existieren als auf anderen Gebieten. Diese höhere Anzahl lässt nur damit erklären, dass diese Gebiete länger dem Bombardement aus dem All ausgesetzt waren als der Rest. Doch solche Gebiete gibt es auf der Venus nicht. Genau können es die Wissenschaftler bis heute nicht erklären, wie sich bei einem Planet von der Größe der Venus die gesamte Oberfläche auf einen schlag gebildet haben kann. Es ist aber für das Aussehen der Venus bisher die einzig logische Erklärung.

Ein ganz besonderes Kuriosum stellt das Verhältnis zwischen Tag und Nacht und einem Venusjahr dar. Ein Venusjahr dauert 229 Erdentage. Ein Venustag hingegen dauert 243 Erdentage. Die Venus dreht sich also dermaßen langsam um ihre eigene Achse, dass sie den Weg um die Sonne bereits seit 14 Erdentagen hinter sich ehe ein neuer Tag auf der Venus anbricht.

Abschließend wieder ein paar Bilder und Daten von der Venus.

  Durchmesser am Äquator: 12.103,6 km
  Umfang am Äquator: 38.025 km
  Volumen 928.400.000.000 km³
  Das entspricht Erdenmassen 0,88
  Masse in Kilogramm: 4.868.500.000.000.000.000.000.000 kg
  Dichte: 5.24 g/cm³
  Oberfläche: 460.200.000 km²
  Das entspricht Erdoberflächen: 0,902
  Äquatorlie Gravitation (Anziehungskraft): 8,87 m/s²
  Äquatorlie Gravitation (Anziehungskraft) der Erde: 9,8 m/s²
  Fluchtgeschwindigkeit: 37.300 km/h
  Vollständige Umdrehung in Erdentagen: 243
  Mittlerer Abstand zur Sonne 108.208.930 km
  Kleinster / Größter Abstand zu Sonne 107.476.000 km / 108.942.000 km
  Dauer eines vollständigen Sonnenorbits 224,7 Erdentage
  Temperatur auf der Oberfläche 462 °C

Seite 'Die Venus' zuletzt aktualisiert am Mittwoch den 01.06.2016 um 17:48:45.
Die Erde

Der dritte Planet auf dem Weg von der Sonne zum Rand unseres Sonnensystems ist die Erde, der Planet welcher unsere Heimat im All ist und der, zumindest in unserem Sonnensystem, als einzigartig bezeichnet werden kann. Diese blaue Kugel ist das wertvollste was jeder einzelne Mensch besitzt. Eigentlich besitzen wir die Erde gar nicht, sondern dürfen auf ihr leben und teilen sie dabei mit derzeit rund 10 Millionen anderen Arten und wie in einer Familie sollten die Älteren oder Klügeren auf die Kleineren oder Jüngeren aufpassen und sie beschützen. Da sich der Mensch gerne als die Krönung der Schöpfung bezeichnet wären in dem Fall wir Menschen die Älteren und Klügeren. Leider behandeln wir die Erde und unsere Mitbewohner auf ihr nicht gerade sorgsam. Vielmehr handeln wir nach dem Prinzip des alten Testaments und streben danach uns die Erde und alles was auf ihr ist Untertan zu machen. Dabei sind wir nur ein kleiner Teil des Ganzen und können nur mit der Erde und ihren Bewohnern gemeinsam existieren und nicht von ihnen.

Unsere Erde entstand vor ca. 4,5 Milliarden Jahren während der Entstehung des Sonnensystems durch die Zusammenballung von winzig kleinen Staubpartikeln. Diese Staubpartikel entwickelten sich zunächst zu kleinen steinähnlichen Gebilden aus denen allmählich größere und immer größere Brocken wurden. Je größer die Brocken wurden umso mehr kleinere Stücke konnten diese anziehen und an sich binden. Als die Gaskugel in der Mitte unseres Sonnensystems so groß und schwer geworden war, dass die Kernfusion zünden konnte und unsere Sonne entstand, wurden alle bis dahin nicht an einen großen Brocken oder besser Planetoiden gebunden Staub- und Gesteinspartikel durch eine riesige Druckwelle welche durch die Zündung der Kernfusion entstanden war, nach Außen an den Rand unseres Sonnensystems geschleudert. Übrig blieben nur die Planeten bzw. deren Vorstufen und ein paar weitere sehr große Brocken von denen einige ebenfalls die Größe von Planetoiden hatten. Diese restlichen Brocken trieben nun zwischen den Planetoiden umher und jedes Mal wenn einer einem Planten oder Planetoiden zu Nahe kam, gab es eine gewaltige Kollision. So ereignete es sich, dass unsere Erden mit einem Planetoiden zusammen stieß, welcher die ungefähre Größe des Mars hatte. Aus dieser Kollision entstand die Erde und ihr Begleiter, der Mond. Wir können von Glück reden, dass die Erden diesen Begleiter hat denn ohne ihn würde es uns wahrscheinlich gar nicht geben. Der Mond trug maßgeblich dazu bei, dass die Erde bewohnbar wurde. Bevor der Mond entstand, besaß unsere Erde keine stabile Flugachse im Raum und taumelte auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne mit riesigen Achsenverschiebungen umher. Auch drehte sich die Erde mit einer wahnsinnigen Geschwindigkeit um sich selbst, sodass es ca. jede Stunde einen Sonnenauf- und -untergang gab. Dies alles stabilisierte der Mond zu dem was wir heute kennen. Eine Achsneigung von rund 23° wodurch Sommer und Winter entstehen und somit die Wärme und die Kälte auf unserem Planten gerecht verteilt und die Tag- und Nachtlänge reguliert wird. Der Mond hat aber noch etwas anderes ganz entscheidendes erreicht, nämlich die gleichmäßige Verteilung der Mineralstoffe und der biologischen Substanzen auf unserem Planet. Das hat er durch die Gezeiten der Meere, also Ebbe und Flut, geschaffen die es ohne ihn nicht gäbe. Vielleicht denkt der eine oder andere mal daran wenn er das nächste Mal zum Mond herauf schaut.

Was macht unsere Erde noch so einzigartig? Wir leben auf dem einzigen Planet in unserem Sonnensystem von dem wir mit Bestimmtheit sagen können, dass es Wasser in freier Form also weder gefroren noch kondensiert gibt. Wir haben zwar auch Eis und Wolken aus Wasserdampf aber eben nicht nur und der weitaus größte Teil des Wassers auf der Erde ist eben flüssig. Auch verfügt die Erde als einziger Planet über eine Stickstoff-Sauerstoff Atmosphäre welche für uns atembar ist. Weitere einzigartige Bedingungen in unserem Sonnensystem sind Temperaturen die es uns ermöglichen am Leben zu bleiben. Eine angenehme Druckverteilung, einen Boden der es auf großen Flächen ermöglicht Ackerbau zu betreiben und damit Nahrungsmittel zu erzeugen, Bodenschätze aus denen wir die verschiedensten Materialen und Stoffverbindungen herstellen können um Häuser zu bauen, Werkzeuge herzustellen und vieles andere mehr. Oder einfacher ausgedrückt, die Erde ist der Planet in unserem Sonnensystem auf dem wir so leben können wie wir geboren werden. Wir brauchen keine Druckanzüge, Sauerstoffbehälter, Wassertanks oder Nahrungsmittel die so bearbeitet sind, dass sie möglichst lange halten und keimfrei sind. All das brauchen wir jedoch wenn wir unsere Erde verlassen wollen.

Die Erde ist heute immer noch ein Planet in Bewegung. Während alle anderen Planeten in unserem Sonnensystem die über fester Kruste verfügen ihre Oberflächenaktivitäten schon vor langer Zeit eingestellt haben, ist unsere Erde immer noch Aktiv. Die einfachsten und bekanntesten Beispiel hierfür sind die Vulkane und die hin und wieder auftretenden Erdbeben. Der Auslöser für diese Aktivitäten ist ein Vorgang der sich Plattentektonik nennt. Unter Plattentektonik versteht man die sich auf der Erde permanent verschiebenden Kontinentalplatten. Auf unserer Erde existieren mehrere Platten auf denen die Kontinente liegen. Die grenzen dieser Platten verlaufen teilweise auf dem Meeresboden aber auch teilweise an Land. Stoßen nun solche Platten aufeinander entstehen Gebirge, reißen sie auseinander kommen Vulkane zum Vorschein. Drei geografisch sehr bekannte Beispiele für Auffaltung der Erde sind die Alpen, der Himalaja und die Anden. Die Alpen entstanden durch das Zusammenstoßen der afrikanischen und der europäischen Kontinentalplatte. Der Himalaja türmte sich auf als der Indische Kontinent mit Asien kollidierte und die Anden entstanden beim Zusammenstoß der südamerikanischen mit der pazifischen Platte. Nun entstehen Vulkane aber auch an den Stoßkanten der Kontinentalplatten. Dies passiert dadurch, dass die schwerere Platte über von der leichteren nach unten, also in den Erdmantel, gerückt wird. Dort ist es so heiß, dass das Gestein verflüssigt wird. Da es nun oft so ist, das die leichtere Platte auch poröser ist, wir das verflüssigte Gestein durch diese porösen Schichten wieder nach oben gedrückt und kommt dort als Vulkanlava wieder zum Vorschein.

Trotz all dem was die Erde uns bietet ist sie leider kein sicherer Platz im All. Es ist Leben der Erde bereits mehrfach vorgekommen, dass sie von Brocken aus dem All getroffen wurde. Beweise dafür sind ihre Entstehung selbst, die Existenz unseres kosmischen Begleiters dem Mond und einigen wenn auch meist nur schwer zu findenden Einsschlagskratern auf ihrer Oberfläche. Solche Krater gibt es auch bei uns. Zum Beispiel ist das nördlinger Ries in der Näher der bayrischen Stadt Nördlingen. Hier ist vor etwas 15 Millionen Jahren ein rund 500 - 1000 Meter großer Steinmeteorit mit ca. 25 km/s eingeschlagen. Eindeutig ist diese Einschlagsformation nur noch aus dem Weltall zu erkennen und auch von dort aus nur mit Radar. Der Krater welcher bei diesem Einschlag entstanden ist misst ca. 25 Kilometer im Durchmesser. Doch wer nun glaubt, dass sei ein großes Loch der irrt. Die beiden größten bekannten Einschlagskrater auf unserer Erde haben einen Durchmesser von je über 300 Kilometer. Der eine ist der Chicxulub Meteor Krater vor der Küste von Yucatan, Mexico. Dieser wurde vermutlich von einem 10 bis 20 Kilometer großen Eisenmeteorit vor ca. 65 Millionen Jahren geschlagen. Der andere liegt in Südafrika bei Vredefort. Dem Verursacher des Kraters in Mexico wird eine maßgebliche Beteiligung am Aussterben der Dinosaurier nachgesagt. Wer nun wieder denkt, dass Körper von der Größe des Kometen welcher vor Yucatan ins Meer stürzte selten sind, dem sei gesagt, dass die meisten Brocken im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter zwar kleiner sind als dieser, aber es gibt dort auch Planetoiden die das 100-Fache dieser Größe erreichen. Von den Kometen die aus der Oortschen Wolke stammen ganz zu schweigen. Zum Beispiel hat der Halleysche Komet, der die Erde alle 76 Jahre besucht, eine Größe 16 x 8 x 8 Kilometer und die Form einer Erdnuss. Und auch diese Größe liegt nur im Durchschnitt der Brocken der Oortschen Wolke. Es gibt aber einen Helfer in unserem Sonnensystem dem wir es verdanken, dass wir bisher viel Glück hatten. Dieser Helfer ist Jupiter. Mit seiner enormen Masse und der daraus resultierenden Anziehungskraft, hat er uns schon oft vor schlimmeren Einschlägen bewart. Das letzte Mal 1996 als insgesamt 21 Fragmente des Kometen Schuhmaker-Levi-9 auf ihm einschlugen. Die Größten dabei entstandenen Einschlagszeichen waren so groß, dass die Erde mehrere Male darin Platz gefunden hätte.

Wird es unsere Erde ewig geben? Diese Frage lässt ganz einfach beantworten. Nein! Die Existenz der Erde ist absolut an die Existenz der Sonne gekoppelt. Wenn es die Menschheit nicht schon vorher schafft die Erde in Stücke zu sprengen, und das glaube ich nicht, wird die Erde ihre Bahnen so lange um die Sonne ziehen wie es die Sonne zulässt. Denn die Sonne wird es sein, welche die Erde letztlich vernichten wird. Dies wird in ca. 4,5 - 5 Milliarden Jahren der Fall sein. Wenn die Sonne ihre Wasserstoffreserven soweit aufgebraucht hat, dass sie nichts mehr hat um die Kernfusion weiter aufrecht zu erhalten, wird sie sich ausdehnen und zu einem roten Riesen werden. Dieser rote Riese wird so gewaltig sein, dass er die Umlaufbahn der Erde erreichen und dabei die Erde schmelzen und verschlucken wird. Das Leben auf der Erde so wie wir es heute kennen wird aber schon sehr viel früher nicht mehr möglich sein. In ca. 0,5 - 1 Milliarde Jahren wird es auf der Erde so heiß sein, dass alles Wasser verdampfen wird und dabei eine Atmosphäre geschaffen wird die der heutigen Venus ähnelt. Weit davor wird es den Lebewesen auf der nicht möglich sein weiter zu existieren. Die Atmosphäre der Erde wird ihren Stickstoff verlieren und damit für uns und alle Tiere nicht mehr atembar sein.

Wird die Menschheit auf anderen Planeten existieren können? Auch diese Frage lässt sicht sehr einfach beantworten. Ja! Dieses Ja hat allerdings nur bestand wenn es die Menschheit in nicht allzu ferner Zukunft einsieht, dass nur gemeinsam eine Möglichkeit zu überleben. Das gilt nicht nur für ein Leben im All außerhalb der Erde, sondern auch für das Leben auf der Erde selbst. Solange es Regionen auf der Erde gibt in denen täglich bis zu 25.000 Menschen sterben weil sie kein sauberes Wasser haben welches sie trinken können und es im Gegensatz dazu Regionen gibt in denen jeder Mensch der dort lebt 20 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr in die Luft bläst weil er so viel Energie verschwendet, solange wird die Menschheit nach neuesten Untersuchungen die nächsten 1000 Jahre nicht überleben. Wenn internationale Untersuchungen stimmen und davon muss man ausgehen, wird sich im Laufe der nächsten 1000 Jahre das Magnetfeld der Erde auflösen und damit dem Sonnenwind freien Zugang zur Erdoberfläche verschaffen. Dieser Sonnenwind besteht aus hoch radioaktiven Teilchen welche quasi als Verbrennungsrückstand der Sonne ins All geschleudert wird, ähnlich dem was aus unseren Schornsteinen kommt. Wenn diese Teilchen die Erdoberfläche erreichen wird es keine Zelle mehr sich zu reproduzieren oder zu teilen, sie werden einfach zerstrahlt. Der Wortteil Wind in Sonnenwind hat auch noch eine andere Bedeutung. Es ist tatsächlich eine Druckbewegung und sie ist in der Lage die gesamte Atmosphäre welche die Erde umhüllt, in den Weltraum zu blasen. Ein Beispiel für diese Veränderungen nach einem verlorenen Magnetfeld ist der Mars, er besitzt nämlich auch kein Magnetfeld mehr. Es gibt also keine Alternative für die Menschheit, wenn sie überleben will. Die einzigste Option ist die, dass wir alle Potentiale bündeln und uns einen neuen Platz im All suchen.

Ob dies der Menschheit allerdings gelingen wird... Es ist die einzigste Welt die wir haben und auch die Menschheit ist einzigartig, lasst es uns versuchen!

Abschließend wieder ein paar Bilder und Daten von der Erde.

  Durchmesser am Äquator: 12.756,28 km
  Umfang am Äquator: 40.075 km
  Volumen 1.083.200.000.000 km³
  Das entspricht Erdenmassen 1,0
  Masse in Kilogramm: 5.973.700.000.000.000.000.000.000 kg
  Dichte: 5.515 g/cm³
  Oberfläche: 510.065.700 km²
  Das entspricht Erdoberflächen: 1,0
  Äquatorlie Gravitation (Anziehungskraft): 9,8 m/s²
  Äquatorlie Gravitation (Anziehungskraft) der Erde: 9,8 m/s²
  Fluchtgeschwindigkeit: 40.248 km/h
  Vollständige Umdrehung in Erdentagen: 0.99726968 = 23.934 Stunden
  Mittlerer Abstand zur Sonne 149.597.890 km
  Kleinster / Größter Abstand zu Sonne 147.100.000 km / 152.100.000 km
  Dauer eines vollständigen Sonnenorbits 1.0000174 Erdenjahre = 365.24 Erdentage
  Temperatur auf der Oberfläche (min/max) -88 / 58 °C

Seite 'Die Erde' zuletzt aktualisiert am Mittwoch den 01.06.2016 um 17:58:19.
Der Mars

Unser kleinerer Nachbar, der Mars, hat einiges zu bieten. So ist dies der Planet auf dem die meisten von Menschenhand gebauten Sonden bzw. Roboter die Oberfläche erreicht und für längere Zeit untersucht haben. Zwar sind auf der Venus zahlenmäßig mehr Sonden gelandet, aber keine von ihnen hat sehr viel länger als 2 Stunden überlebt. Allein seit 1998 sind 3 Fahrzeuge, so genannte Rover, auf dem Mars gelandet und zwei von ihnen sind heute noch unterwegs. Weiterhin ist der Mars der Planet welcher die höchste Erhebung auf seiner Oberfläche zu bieten hat. Mit über 27 Kilometern Höhe ist Olympus-Monts mehr als drei Mal so hoch wie der Mount Everest. Bei Olympus-Monts handelt es sich um einen erloschenen Vulkan. Durch den sehr seichten Anstieg von nur etwa 4° ist zu dem die Strecke vom Gipfel des Berges zu seiner Basis mit über 600 Kilometern sehr lange. Auch wurden auf Mars die tiefsten und längsten Gesteinsschluchten in unserem Sonnensystem entdeckt. An den tiefsten Stellen sind sie bis zu 10 Kilometer tief und an der breitesten Stelle über 2.800 Kilometer lang. Damit sind sie breiter als der Nordamerikanische Kontinent.

Wissenschaftler gehen heute davon aus, dass es bis vor etwa 3,5 Milliarden Jahren Wasser in freier Form auf dem Mars gegeben haben muss. Heute gibt es Wasser nur mehr in gefrorenem Zustand an den auch von der Erde aus gut sichtbaren Polkappen. Durch die Sonde Mars-Odyseey wurde im Jahr 2002 festgestellt, dass das polare Wassereis am Südpol lediglich 1 Meter unter der Oberfläche befindet. Sonst ist Mars ein sehr trockener Planet über den oft sehr große und kräftige Sandstürme toben. Teilweise erreichen diese Stärken die ausreichen den gesamten Planten in einen gelblichrote Staubmantel zu hüllen. Erst seit kurzem weiß man das der Mars über kein Magnetfeld mehr verfügt. Dies dürfte ein Grund dafür sein, dass es auf seiner Oberfläche kein Wasser mehr gibt und auch der weitgehende Verlust seiner Atmosphäre ist darauf zurück zu führen. Bis heute gibt es Wissenschaftler, die davon ausgehen, dass es Leben in sehr primitiver Form auf dem Mars gibt. Noch bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts glaubten einige Menschen, dass es auch höher entwickeltes Leben auf dem Mars gibt. Doch das konnten schon die ersten Marinersonden aus den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts widerlegen.

Für den Zeitraum zwischen den Jahren 2019 bis 2020 ist der erste bemannte Flug zum Mars verbunden mit der Landung auf dem Mars geplant. Dieses Unternehmen wird die Techniker und die Astronauten vor ganz neue Herausforderungen stellen. Die Reise zum Mond dauerte hin und zurück 6 Tage ohne Landung. Eine Reise zum Mars und wieder zurück wird wenigstens 18 Monate dauern. Selbst für die längste Reise zum Mond, welche inklusive Landung und Aufenthalt auf dem Mond ganz exakt 12 Tage 13 Stunden und 53 Minuten dauerte, war es keine große Aufgabe Nahrungsmittel und Wasser mit zu nehmen. Bei einer Reisedauer von 18 Monaten sieht das schon anders aus. Wenn man sich vorstellt, dass ein Mensch pro Tag wenigstens 2 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen soll und wenn man sich nun weiter vorstellt, dass die Besatzung aus mindestens 3 Menschen besteht sind das wenigstens 6 Liter pro Tag. Bei 18 Monaten sind das insgesamt über 3.200 Liter Wasser allein zum trinken! Wie soll diese riesige Menge transportiert und frisch gehalten werden. Das gleiche gilt für die Nahrungsmittel. Es gibt seit einigen Jahren hierzu bereits Experimente welche die Möglichkeiten der Nahrungsproduktion in der Schwerelosigkeit sowie das "Recycling" von Wasser an Bord eines Raumschiffes testen. Ein weiterer sehr wichtiger Aspekt ist die medizinische Versorgung der Marsreisenden. Zu Zeiten der Apollomissionen konnte man noch relativ sicher regelmäßigen und ausgiebigen Blutuntersuchungen sicherstellen, dass die Astronauten während ihrer Mission nicht ernsthaft erkranken. Das lässt sich aber bei der langen Reisezeit zum Mars nicht so einfach bewerkstelligen! Es wird sich also nicht vermeiden lassen, dass ein Crewmitlgied Mediziner ist. Dieser Mediziner muss vor allem in der Lage sein neben der Untersuchung und Versorgung der restlichen Crew auch chirurgische Eingriffe vorzunehmen und das nicht nur humanmedizinisch sondern auch Dental. Weiterhin muss die Crew in der Lage sein auf unvorhersehbare Einflüsse während des Fluges schnell und eigenständig reagieren zu können denn im Funkverkehr entstehen wegen der großen Distanz schon mal Kommunikationslücken von mehr als 15 Minuten. Ebenso muss sie kleinere Reparaturen am Raumschiff sowohl innen wie außen durchführen können. Zu guter Letzt muss es der Crew möglich sein einen Schutzraum aufsuchen zu können in dem die sich vor der teilweise sehr starken Sonnenstrahlung schützen kann. Das sind mit Sicherheit nicht die einzigsten Probleme, welche vor dem Start zum Mars noch zu lösen sind.

Wie die Erde auch dreht der Mars sein Runden um die Sonne nicht alleine. Mars hat zwei Begleiter, Deimos und Phobos. Diese beiden sehr kleinen Monde worden 1877 von Asaph Hall entdeckt. Es sind beides sehr unregelmäßig geformte Körper welche beide in sehr geringem Abstand den Mars umrunden. Deimos misst 15 x 12 x 11 Kilometer im Durchmesser und umkreist in 23.459 Kilometern den Mars. Phobos ist zwar mit 27 x 22 x 18 Kilometern Durchmesser fast doppelt so Groß wie Deimos, dafür liegt seine mittlere Entfernung zum Mars mit weniger als 10.000 Kilometern absolut an der Spitze der Monde die ihren Planeten sehr nahe stehen. Vermutlich sind beide Monde nicht in der Nähe von Mars entstanden, sondern von Mars eingefangene Asteroiden aus dem zwischen Mars und Jupiter liegenden Asteroidengürtel.

Abschließend wieder ein paar Bilder und Daten vom Mars.

  Durchmesser am Äquator: 6.794 km
  Umfang am Äquator: 21.344 km
  Volumen 163.140.000.000 km³
  Das entspricht Erdenmassen 0,150
  Masse in Kilogramm: 641.850.000.000.000.000.000.000 kg
  Dichte: 3,94 g/cm³
  Oberfläche: 144.100.700 km²
  Das entspricht Erdoberflächen: 0,282
  Äquatorlie Gravitation (Anziehungskraft): 3,693 m/s²
  Äquatorlie Gravitation (Anziehungskraft) der Erde: 9,8 m/s²
  Fluchtgeschwindigkeit: 18.072 km/h
  Vollständige Umdrehung in Erdentagen: 1,026 = 24,62 Stunden
  Mittlerer Abstand zur Sonne 227.936.640 km
  Kleinster / Größter Abstand zu Sonne 206.600.000 km / 249.200.000 km
  Dauer eines vollständigen Sonnenorbits 1,8807 Erdenjahre = 686,93 Erdentage
  Temperatur auf der Oberfläche (min/max) -87 / -5 °C

Seite 'Der Mars' zuletzt aktualisiert am Mittwoch den 01.06.2016 um 18:03:00.
Der Jupiter

Jupiter ist der planetarische Superlativ in unserem Sonnensystem. Er ist der größte und schwerste Planet. Er besitzt von allen Planeten die meisten Monde und die größte Anziehungskraft. Er verfügt über das größte planetarische Magnetfeld und gibt von allen Planeten die meiste Energie ab. Aber besser der Reihe nach. Jupiter ist also der größte Planet in unserem Sonnensystem. In ihm würde unsere Erde rund 1000 Mal Platz finden. Er ist der erste Planet in unserem Sonnensystem (von innen nach außen betrachtet) welcher über keine feste Oberfläche verfügt. Jupiter ist also ein Gasplanet, oder besser ein Gasriese. Seine Atmosphäre besteht aus Wasserstoff und Helium. Durch seine enorme Anziehungskraft hat Jupiter auch die meisten Monde um sich geschart. Bis zum heutigen Tag haben Astronomen 63 Monde gefunden die ihre Bahn um den Riesen ziehen. Allein 23 dieser Monde wurden 2003 entdeckt. Die vier größten Jupitermonde wurden 1610 von Galileo Galilei entdeckt. Hierfür benutzt Galileo das gerade erst erfundene Fernrohr. Zu erst dachte Galileo er hätte dem Jupiter sehr nahe stehende Sterne entdeckt da diese Monde durch sein sehr einfaches Fernrohr wie kleine Lichtpunkte aussahen. Nach längerer Beobachtung und der Verknüpfung der dabei festgestellten Bewegungen mit dem Mond unserer Erde leitete Galileo jedoch die Theorie ab, dass es sich ebenfalls um Monde handeln müsse. Und weiterhin leitete Galileo von seinen Beobachtungen eine andere Theorie ab, nämlich das sich nicht alles in unserem Universum um die Erde dreht. Diese Annahme war zu seiner Zeit noch das gültige Weltbild und vor allem von der Kirche als gegeben angenommen und verteidigt.

Mit seinen 63 Monden ist Jupiter wie ein kleines Sonnensystem im Sonnensystem. Bei der Entstehung unseres Sonnensystems muss es Jupiter gelungen sein ein dermaßen große Staubscheibe an sich zu binden das er diese große Anzahl an Monden in seinen Orbit zwingen konnte. Viele der kleineren Monde wird er sich jedoch im Laufe der 4,5 Milliarden Jahre die seit seiner Entstehung vergangen sind durch seine enorme Anziehungskraft eingefangen haben. Durch diese riesige Staub- und Gaswolke konnte Jupiter auch auf diese enorme Größe anwachsen. Fast hätte Jupiter so viel Restgas, welches bei der Entstehung der Sonne übrig geblieben war, an sich binden können, dass er selbst zu einer kleinen Sonne geworden wäre. Und in der Tat gibt Jupiter noch heute mehr Wärme und Energie ab als er von Sonne erhält. Unter den 63 Monden des Jupiter befinden 2 welche für die Wissenschaftler hier auf der Erde von besonderem Interesse sind. Da wäre zum einen Io. Io ist nach der Erde der erste Körper in unserem Sonnensystem auf dem geologische Aktivitäten entdeckt wurden. Als Voyager I und II im Jahre 1979 an Jupiter vorbei flogen schoss Voyager I per Zufall ein Bild von Io auf dem eine Mitarbeiterin der NASA ein Objekt entdecke welches sie sich nicht erklären konnte. Eine vage Vermutung eines NASA-Wissenschaftlers ging in die Richtung, dass es sich um die Auswurfswolke eines aktiven Vulkans auf Io handeln konnte. Mit so etwas hatte auf der Erde niemand gerechnet. Alle Wissenschaftler der NASA gingen davon aus, dass die Monde von Jupiter mehr Ähnlichkeiten mit unserem Mond haben würden. Da Voyager II mit einem gewissen Abstand auf Voyager I gestartet wurde hatten die Flugingenieure der NASA genug Zeit Voyager II so umzuprogrammieren, dass ihr Augenmerk mehr auf die Monde verlagert werden konnte. Und tatsächlich entdecke Voyager II aktive Vulkane auf Io. Durch weitere Missionen wissen wir mittlerweile das Io über mindestens 8 aktive Vulkane verfügt die ihre Ausbruchswolken, welche aus Schwefelsulfat bestehen, bis zu 300 Kilometer in die Höhe schießen. Der andere Mond ist Europa und von noch größerem Interesse. Europa ist komplett von Eis eingehüllt. Das wäre ja zunächst nichts ungewöhnliches so weit weg von der Sonne. Aber bei genauerem Hinsehen entdeckten die Wissenschaftler Risse und Bruchkanten im Eis die sie an Strukturen an die Polen auf unserer Erde erinnerten. Durch Redarmessungen bestärkt geht man mittlerweile davon aus, dass es unter dem Eispanzer freies Wasser gibt. Weiterhin vermutet man, dass es auf dem Grund von Europa so genannte heiße oder schwarze Raucher gibt. Das sind untermeerische Vulkane die Wasser welches über die Randbereiche dieser Vulkane einsickert und sich dann an der Kruste des Planeten erhitzt wieder mit Temperaturen von über 100° Celsius und unter enorm hohem Druck ausstoßen. Wenn man das hört kann man sich nur schwer vorstellen, dass es hier Leben geben kann. Aber genau das ist hier auf der Erde der Fall. So gehen nun die Wissenschaftler der NASA davon aus, oder besser sie hoffen, dass es auf Europa ähnlich sein könnte. Es wird mittlerweile an einer Mission gearbeitet welche auf Europa eine oder mehrere Sonden absetzen soll die sich durch das Eis hindurch arbeiten können und anschließend den Meersboden auf Europa untersuchen sollen. Im Idealfall sollen nicht nur Messergebnisse sondern auch Bilder zur Erde gesendet werden.

Jupiter verfügt über das größte planetarische Magnetfeld in unserem Sonnensystem. Wäre es sichtbar dann würde es uns genauso groß wie die Sonne erscheinen obwohl es 5 Mal soweit weg ist. Auch hat Jupiter die größte Masse aller Planeten unseres Sonnensystems. Jupiters Masse macht 90% der Gesamtmasse aller Planeten unseres Sonnensystems aus! Jupiter ist schon eine imposante Erscheinung. Eingehüllt von Wolkenbändern die mit mehreren 100 Kilometern pro Stunde um den Planteten rasen und versehen mit dem größten in unserem Sonnensystem bekannten Sturm, dem großen Roten Fleck, ist er alleine für die reine Beobachtung schon sehr interessant. Der erwähnte große rote Fleck ist ein wirklich gigantischer sich örtlich kaum bewegender Sturm. Das es ihn gibt wissen wir ebenfalls seit Galileo den Jupiter beobachtete und das ist immerhin schon über 400 Jahre her. Der Durchmesser dieses Sturmes ist so groß, dass unsere Erde gut 3 Mal dort hinein passen würde. Von der Erde aus nicht sichtbar entdeckte Voyager I als sie Jupiter längst passiert hatte und die NASA Ingenieure die Kameras der Sonde drehten um Jupiter gegen das Licht der Sonne zu fotografierten das Jupiter über ein Ringsystem verfügt. Nun ist System hier vielleicht etwas übertreiben, aber es ist ein Ring und er ist wirklich Hauch dünn.

Jupiter ist für Hobbyastronomen trotz seiner großen Entfernung zur Erde ein interessantes und lohnendes Ziel. Schließlich lassen sich bei mittleren Vergrößerungen sowohl die Ringe als auch der große rote Fleck sehr gut beobachten. Auch die vier großen, von Galileo entdeckten und auch nach ihm benannten galileischen Monde sind als Lichtpunkte gut zu sehen. Die galileischen Monde sind Io, Europa, Ganymede und Callisto. Io umkreist Jupiter in einer Entfernung von rund 422.000 Kilometern also rund 40000 Kilometer mehr als unser Mond die Erde. Io hat einen Durchmesser von 3.630 Kilometer. Europa ist der nächste Mond und umkreist Jupiter in rund 671.000 Kilometer und hat einen Durchmesser von 3.138 Kilometer. Ganymede ist mit 5.262 Kilometern Durchmesser der größte Mond in diesem Quartet und umkreist Jupiter in rund 1.070.000 Kilometer. Der Letzte im Bunde ist Callisto. Er umkreist Jupiter in 1.883.000 Kilometern Entfernung und hat einen Durchmesser von 4.800 Kilometer. Ein wesentlicher Grund dafür, dass die weiteren Monde von Jupiter erst sehr viel später entdeckt wurden ist natürlich deren Größe, aber was viel entscheidender war ist die Entfernung in der sie Jupiter umkreisen. Nach Callisto der ja wie oben zu lesen in rund 1.900.000 Kilometern um Jupiter kreist kommt eine Pause von über 5.500.000 Kilometern. Erst mit einem Abstand von über 7.500.000 Kilometer zieht der Mond Themisto seine Runden um Jupiter.

Das aber faszinierende und wichtigste an Jupiter ist die Erkenntnis, dass es ohne ihn kein Leben auf der Erden geben würde. Durch die bereits erwähnte enorme Anziehungskraft von Jupiter wirkt er wie ein kosmischer Staubsauger. Er fängt auch heute noch eine Großzahl der in unserem Sonnensystem umhervagabundierenden Brocken ein und ist damit ein Garant für unsere Existenz. Nach heutigen Erkenntnissen würde es auf der Erde kein Leben geben, oder zumindest nicht in dieser Form, wenn Jupiter die Erde nicht vor den Einschlägen teilweise riesiger Asteroiden bewahrt hätte. Wie die Oberfläche der Erde aussehen könnte wenn dem nicht so wäre zeigt uns unser nächster Begleiter der Mond. Natürlich spielt auch die Atmosphäre der Erde dabei eine Rolle, aber wirklich große Brocken hätte sie nichts entgegen zu setzen. Kleinere Asteroiden verglühen in der Atmosphäre und sind von uns als Sternschnuppen zu sehen, aber ab einer gewissen Größe kommen sie eben durch. Und hier hat uns eben schon oft Jupiter geholfen. Das jüngste und imposanteste Beispiel hierfür war der Asteroid Schuemaker-Levi-9. Dieser geriet 2001 zu dicht an Jupiter und wurde durch dabei auftretenden Gravitationskräfte in mehrere kleiner Stücke zerrissen und ins All zurück geschleudert. Allerdings hätte jeder der einzelnen Brocken ausgereicht um bei einem Einschlag auf der Erde für die Zerstörung allen Lebens zu sorgen. Als die einzelnen, wie auf einer Kette aufgereihten Stücke von Schuemaker-Levi-9 2004 wiederkamen und auf Jupiter niedergingen beobachteten dies die Astronomen auf der Erde mit großem Interesse. Die besten Fotos wurden dabei vom Hubble-Spaceteleskop aufgenommen. Da Jupiter über keine feste Oberfläche verfügt konnten natürlich keine Einschlagskrater entdeckt werden. Jedoch rissen die einzelnen Teile Löcher in die Wolkendecke von Jupiter. Diese Löcher waren von der Erde aus als große dunkle Flecken gut sichtbar. Jeder dieser Flecken war größer als der große rote Fleck!

Abschließend wieder ein paar Bilder und Daten von Jupiter.

  Durchmesser am Äquator: 142.984 km
  Umfang am Äquator: 449.197 km
  Volumen 1.425.500.000.000.000 km³
  Das entspricht Erdenmassen 1316
  Masse in Kilogramm: 1.898.700.000.000.000.000.000.000.000 kg
  Dichte: 1,33 g/cm³
  Oberfläche: 62.179.600.000 km²
  Das entspricht Erdoberflächen: 121,9
  Äquatorlie Gravitation (Anziehungskraft): 9,8 m/s²
  Äquatorlie Gravitation (Anziehungskraft) der Erde: 20,87 m/s²
  Fluchtgeschwindigkeit: 241.300 km/h
  Vollständige Umdrehung in Erdentagen: 0,41354 = 9,925 Stunden
  Mittlerer Abstand zur Sonne 778.412.020 km
  Kleinster / Größter Abstand zu Sonne 740.742.600 km / 816.081.400 km
  Dauer eines vollständigen Sonnenorbits 11,8565 Erdenjahre
  Temperatur auf der Oberfläche -148 °C

Seite 'Der Jupiter' zuletzt aktualisiert am Mittwoch den 01.06.2016 um 20:29:18.
Der Saturn

Der Saturn ist wohl das Schmuckstück unseres Sonnensystems. Sein mächtiges Ringsystem macht ihn zu einem einzigartigen und faszinierenden Objekt. Der erste Mensch der Saturn durch ein Teleskop beobachtete war Galileo Galilei im Jahre 1610. Da aber das Teleskop welches Galilei zur Verfügung stand über keine sehr gute Auflösung verfügte, konnte er die wundervollen Ringe noch nicht sehen und hielt Saturn für einen Doppelplaneten. Im Jahr 1656 konnte der holländische Astronom Christiaan Huygens die Ringe dank einer besseren Auflösung bereits sehen. Richtiger muss man sagen, dass er einen Ring sah. Jedoch knapp 20 Jahre später, im Jahr 1675 entdeckte der italienische Astronom Jean-Dominique Cassini eine Teilung was dazu führte, dass der Ring in einen A-Ring und einen B-Ring geteilt wurde. Die Teilung wurde später nach ihrem Entdecker als Casini-Teilung bezeichnet. Heute wissen wir, dass der innerste Saturnmond Mimas für diese Teilung verantwortlich ist. Die Teilung selbst ist ca. 4.800 Kilometer breit. Der Durchmesser der Ringe beträgt rund 280.000 Kilometer und entspricht somit 3/4 des Abstandes zwischen Erde und Mond. Entstanden sind die Ringe vermutlich durch die Zerstörung eines frühen Saturnmondes durch den Zusammenstoß zweier Körper.

Saturn ist wie Jupiter ein Gasplanet und verfügt über keine feste Oberfläche. Saturn ist jedoch kleiner als Jupiter aber immer noch groß genug um die Erde über 700 Mal zu schlucken. Im Mittel ist Saturn 1.500.000.000 Kilometer von der Sonne entfernt und dreht sich in gut 10 Stunden um sich selbst und in knapp 30 Jahren einmal um die Sonne. Die Dichte des Saturns ist so gering das er auf einem Meer welches groß genug ist schwimmen würde. Die Atmosphäre besteht aus Wasserstoff und Helium. Ähnlich wie Jupiter umkreisen Saturn eine ganze Menge Begleiter. Zurzeit sind 56 Monde bekannt. Aber Saturn hat neben dieser 56 Monde noch ganz besondere Begleiter. In seinen Ringen bewegen sich noch so genannte Hirtenmonde. Diese Hirtenmonde begleiten paarweise dünne Einzelringe und verhindern das Abdriften dieser Ringe.

Am 12.11.1980 erreichten die Voyagersonden den Saturn und lieferten neben zahlreichen Bildern der bis dahin bekannten und von neu entdeckten Monden atemberaubende Bilder und Informationen über die Ringe. Die Ringe bestehen aus Gestein und Eis. Die Größe der den Saturn umkreisenden Brocken reichen von Kieselsteingröße bis hin zu Einfamilienhäusern. Die maximale Dicke der Ringe beträgt dabei nicht mehr als 1 Kilometer. Nicht zu letzt durch den Besuch der Voyagersonden wurde die Einteilung der Ringe von A und B Ringe in A bis G Ringe erweitert. Die Verteilung der Buchstaben gibt dabei nicht die Reihenfolge von innen nach außen oder umgekehrt wieder sondern Reihenfolge der Entdeckung. Der innerste Ring (D) ist dabei rund 8500 Kilometer breit und hat einen Abstand von 68.000 Kilometern zur Mitte des Planeten bei einem Planetenradius von 60.268 Kilometer. Der äußerste Ring (E) hat eine Breite von rund 300.000 Kilometern und ist 180.000 Kilometer vom Planetenzentrum entfernt.

Der holländische Astronom Christiaan Huygens entdeckte 1655 mit Titan den ersten Saturnmond. Es folgten 1671 Iapetus, 1672 Rhea, 1684 Dione und Tethys. Diese vier Monde wurden von Jean-Dominique Cassini entdeckt. William Herschel entdeckte 1789 Mimas und Enceladus. 1848 wurde Hyperion und 1898 Phoebe entdeckt. Mit der rasanten Verbesserung des Teleskops Anfang des 19. Jahrhundert wurden bis zum Start der Cassini-Huygens im Jahre 1997 wurden 9 weitere Monde entdeckt. Seit dem Start der Cassini-Huygens-Mission wurden bis heute 36 weitere zum Teil sehr kleiner Monde entdeckt.

Abschließend wieder ein paar Bilder und Daten von Saturn.

  Durchmesser am Äquator: 120.536 km
  Umfang am Äquator: 378.675 km
  Volumen 827.130.000.000.000 km³
  Das entspricht Erdenmassen 763,6
  Masse in Kilogramm: 568.510.000.000.000.000.000.000.000 kg
  Dichte: 0,70 g/cm³
  Oberfläche: 43.466.000.000 km²
  Das entspricht Erdoberflächen: 85,22
  Äquatorlie Gravitation (Anziehungskraft): 10,4 m/s²
  Äquatorlie Gravitation (Anziehungskraft) der Erde: 20,87 m/s²
  Fluchtgeschwindigkeit: 127.760 km/h
  Vollständige Umdrehung in Erdentagen: 0,44401 = 10,656 Stunden
  Mittlerer Abstand zur Sonne 1.426.725.400 km
  Kleinster / Größter Abstand zu Sonne 1.349.467.000 km / 1.503.983.000 km
  Dauer eines vollständigen Sonnenorbits 29,4 Erdenjahre
  Temperatur auf der Oberfläche -178 °C

Seite 'Der Saturn' zuletzt aktualisiert am Mittwoch den 01.06.2016 um 20:33:22.
Der Uranus

Uranus wurde 1781 von William Herschel entdeckt und ist wie Jupiter und Saturn ein Gasplanet. Jedoch ist er vom Standpunkt des reinen Beobachtens her gesehen weniger auffällig, ja fast langweilig. Auf seiner Oberfläche sind fast keine Strukturen sichtbar. Das bedeutet jedoch im Umkehrschluss, dass auf Uranus die größten zusammenhängenden Wolkenstrukturen des äußeren Sonnensystems vorkommen. Trotz seiner sichtbaren Unauffälligkeit wartet Uranus mit einer Besonderheit auf die ihn einzigartig macht. Die Rotationsachse von Uranus ist um 97,86° geneigt. Anders ausgedrückt, Uranus liegt auf der Seite. Daraus folgt, dass die Jahreszeiten auf den Halbkugeln von Uranus mit über 40 Jahren extrem lange sind. Der dadurch zustande kommende Temperaturunterschied zwischen Sommer- und Winterhalbkugel ist aufgrund der großen Entfernung zur Sonne relativ gering. Die Ursache für diese Schieflage ist vermutlich eine Kollision mit einem anderen planetengroßen Körper.

Das Uranus über ein Ringsystem verfügt war bereits vor dem Besuch von Voyager 2 bekannt. Durch den Vorbeiflug von Voyager wissen wir, dass es 11 Ringe sind. Die Ringe sind, wie beim Saturn aus Gestein und Eis aufgebaut. Durch Voyager wissen wir auch, das Uranus Röntgenstrahlung abgibt und ein fast 50 Mal stärkeres Magnetfeld als die Erde hat. Dieses Magnetfeld ist allerdings knapp 60 von der Rotationsachse des Planeten geneigt und um ein drittel des Durchmessers des Planten aus dem Zentrum heraus verschoben.

27 Monde nennt Uranus sein Eigen. Die größten, Oberon und Titania, wurden von William Herschel 6 Jahre nach der Entdeckung des Planeten erstmals beobachtet. Gut 60 Jahre später wurden Ariel und Umbriel von William Lassel entdeckt. Und noch einmal fast 100 Jahre später, im Jahre 1948, wurde der wohl bekannteste Uranusmond Miranda vom amerikanischen Astronomen Gerard Kuiper entdeckt. Mirandas Oberfläche gibt den Astronomen und planetaren Geologen noch nach über 20 Jahren Rätsel auf. Der Mond sieht aus, als wäre er bei einer Kollision in mehrere Teile zerbrochen und anschließend neu zusammen gesetzt worden. Als im Jahr 1986 Voyager 2 am Uranus vorbei flog entdeckte die Sonde 10 weitere zwischen 26 und 154 Kilometer große Monde. Die restlichen 12 Monde wurden mit dem Hubble Space Teleskop entdeckt. Diese Monde sind zwischen 12 und 16 Kilometer klein und so schwarz wie der Hintergrund vor dem sie sich bewegen.

Abschließend wieder ein paar Bilder und Daten von Uranus.

  Durchmesser am Äquator: 51.118 km
  Umfang am Äquator: 160.592 km
  Volumen 59.142.000.000.000 km³
  Das entspricht Erdvolumen 63,1
  Masse in Kilogramm: 86.849.000.000.000.000.000.000.000 kg
  Dichte: 1,30 g/cm³
  Oberfläche: 8.115.600.000 km²
  Das entspricht Erdoberflächen: 15,91
  Äquatorlie Gravitation (Anziehungskraft): 8,43 m/s²
  Äquatorlie Gravitation (Anziehungskraft) der Erde: 20,87 m/s²
  Fluchtgeschwindigkeit: 76,640 km/h
  Vollständige Umdrehung in Erdentagen: 0,7196 = 17,24 Stunden
  Mittlerer Abstand zur Sonne 2.870.972.200 km
  Kleinster / Größter Abstand zu Sonne 2.735.560.000 km / 3.006.390.000 km
  Dauer eines vollständigen Sonnenorbits 84,02 Erdenjahre
  Temperatur auf der Oberfläche -216 °C

Seite 'Der Uranus' zuletzt aktualisiert am Mittwoch den 01.06.2016 um 20:36:32.
Der Neptun

Bereits in den Jahren 1612 und 1613 beobachtete Galileo Galilei ein Objekt das er für einen Fixstern hielt. Über 200 Jahre später, im Jahre 1846, entdeckte der deutsche Astronom Johann Gottfried Galle am Berliner Observatorium das gleiche Objekt wie Galilei. Er erkannte aber, dass sich um ein bewegtes, also einen Planeten handelte. Dieser rund 4.500.000.000 Kilometer von der Sonne entfernte und knapp 4 Mal so große Planet ist so weit weg, dass er von der Erde aus selbst mit den stärksten Teleskopen nur als Punkt zu beobachten. Um so beeindruckender ist, dass Johann Gottfried Galle den ersten von 13 bekannten Monden nur 7 Tage nach der Entdeckung des Planeten beobachten konnte, sein Name ist Triton.

Neptun ist der zweite Planet unseres Sonnensystems mit einem Fleck. Ähnlich wie der große rote Fleck auf Jupiter weißt Neptun einen großen blauen Fleck auf. Dieser Fleck ist so groß wie die Erde und genauso wie der große rote Fleck ein Wirbelsturm. Der Sturm dreht sich im Uhrzeigersinn und bewegt sich mit rund 1200 Kilometer pro Stunde in westlicher Richtung. Und noch eine Parallele zu einem anderen Planet unseres Sonnensystems hat Neptun aufzuweisen. Genau so wie die Erde ist Neptun ein blauer Planet. Nur anders als auf der Erde ist Methan der Grund für die blaue Farbe von Neptun. Wie Jupiter, Saturn und Uranus ist Neptun ein Gasplanet und genauso wie seine drei Geschwister hat Neptun ein Ringsystem. Im Fall von Neptun sind es sechs Ringe entdeckt 1989 durch Voyager 2.

Neptuns bekanntester Mond Triton hielt einige Überraschungen für die Astronomen und planetarischen Geologen bereit. So ist Triton der einzigste Mond in unserem Sonnensystem der seinen Planeten gegen Drehrichtung des Planeten um die Sonne umkreist. Das könnte darauf hinweisen, dass Triton aus dem Kuipergürtel stammt und von Neptun eingefangen wurde. Weiterhin ist Triton einer von zwei Monden in unserem Sonnensystem auf dem es vulkanische Aktivitäten gibt. Was allerdings einzigartig ist das Triton, ähnlich einem Geyser, eine eisige vermutlich gefrorene methanhaltige Flüssigkeit bis in eine Höhe von 8 Kilometer in die Athmosphäre spuckt. Auf der Oberfläche von Triton ist es so mit -235°Celsius so kalt, dass es Seen aus gefrorenem Methan gibt. Auf der Erde ist Methan ein Gas.

Abschließend wieder ein paar Bilder und Daten von Neptun.

  Durchmesser am Äquator: 49.528 km
  Umfang am Äquator: 155.597 km
  Volumen 62.526.000.000.000 km³
  Das entspricht Erdvolumen 57,7
  Masse in Kilogramm: 102.440.000.000.000.000.000.000.000 kg
  Dichte: 1,76 g/cm³
  Oberfläche: 7.640.800.000 km²
  Das entspricht Erdoberflächen: 14,98
  Äquatorlie Gravitation (Anziehungskraft): 10,71 m/s²
  Äquatorlie Gravitation (Anziehungskraft) der Erde: 20,87 m/s²
  Fluchtgeschwindigkeit: 85.356 km/h
  Vollständige Umdrehung in Erdentagen: 0,67125 = 16,11 Stunden
  Mittlerer Abstand zur Sonne 4.498.252.900 km
  Kleinster / Größter Abstand zu Sonne 4.459.630.000 km / 4.536.870.000 km
  Dauer eines vollständigen Sonnenorbits 164,79 Erdenjahre
  Temperatur auf der Oberfläche -214 °C

Seite 'Der Neptun' zuletzt aktualisiert am Mittwoch den 01.06.2016 um 20:38:47.

S.B. Letzte Aktualisierung der Seite am Samstag den 02.12.2017 um 20:13:58.

Content © Stephan Blöcher

Verantwortliche Stelle im Sinne der Datenschutzgesetze, insbesondere der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), ist:

Stephan Blöcher
Abens 9a
26409 Wittmund

Ihre Betroffenenrechte

Unter den angegebenen Kontaktdaten unseres Datenschutzbeauftragten können Sie jederzeit folgende Rechte ausüben:

  • Auskunft über Ihre bei uns gespeicherten Daten und deren Verarbeitung,
  • Berichtigung unrichtiger personenbezogener Daten,
  • Löschung Ihrer bei uns gespeicherten Daten,
  • Einschränkung der Datenverarbeitung, sofern wir Ihre Daten aufgrund gesetzlicher Pflichten noch nicht löschen dürfen,
  • Widerspruch gegen die Verarbeitung Ihrer Daten bei uns und
  • Datenübertragbarkeit, sofern Sie in die Datenverarbeitung eingewilligt haben oder einen Vertrag mit uns abgeschlossen haben.

Sofern Sie uns eine Einwilligung erteilt haben, können Sie diese jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen.

Sie können sich jederzeit mit einer Beschwerde an die für Sie zuständige Aufsichtsbehörde wenden. Ihre zuständige Aufsichtsbehörde richtet sich nach dem Bundesland Ihres Wohnsitzes, Ihrer Arbeit oder der mutmaßlichen Verletzung. Eine Liste der Aufsichtsbehörden (für den nichtöffentlichen Bereich) mit Anschrift finden Sie unter: https://www.bfdi.bund.de/DE/Infothek/Anschriften_Links/anschriften_links-node.html.

Zwecke der Datenverarbeitung durch die verantwortliche Stelle und Dritte

Wir verarbeiten Ihre personenbezogenen Daten nur zu den in dieser Datenschutzerklärung genannten Zwecken. Eine Übermittlung Ihrer persönlichen Daten an Dritte zu anderen als den genannten Zwecken findet nicht statt. Wir geben Ihre persönlichen Daten nur an Dritte weiter, wenn:

  • Sie Ihre ausdrückliche Einwilligung dazu erteilt haben,
  • die Verarbeitung zur Abwicklung eines Vertrags mit Ihnen erforderlich ist,
  • die Verarbeitung zur Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung erforderlich ist,

die Verarbeitung zur Wahrung berechtigter Interessen erforderlich ist und kein Grund zur Annahme besteht, dass Sie ein überwiegendes schutzwürdiges Interesse an der Nichtweitergabe Ihrer Daten haben.

Löschung bzw. Sperrung der Daten

Wir halten uns an die Grundsätze der Datenvermeidung und Datensparsamkeit. Wir speichern Ihre personenbezogenen Daten daher nur so lange, wie dies zur Erreichung der hier genannten Zwecke erforderlich ist oder wie es die vom Gesetzgeber vorgesehenen vielfältigen Speicherfristen vorsehen. Nach Fortfall des jeweiligen Zweckes bzw. Ablauf dieser Fristen werden die entsprechenden Daten routinemäßig und entsprechend den gesetzlichen Vorschriften gesperrt oder gelöscht.

Kontaktformular

Treten Sie bzgl. Fragen jeglicher Art per E-Mail oder Kontaktformular mit uns in Kontakt, erteilen Sie uns zum Zwecke der Kontaktaufnahme Ihre freiwillige Einwilligung. Hierfür ist die Angabe einer validen E-Mail-Adresse erforderlich. Diese dient der Zuordnung der Anfrage und der anschließenden Beantwortung derselben. Die Angabe weiterer Daten ist optional. Die von Ihnen gemachten Angaben werden zum Zwecke der Bearbeitung der Anfrage sowie für mögliche Anschlussfragen gespeichert. Nach Erledigung der von Ihnen gestellten Anfrage werden personenbezogene Daten automatisch gelöscht.

Verwendung von Scriptbibliotheken (Google Webfonts)

Um unsere Inhalte browserübergreifend korrekt und grafisch ansprechend darzustellen, verwenden wir auf dieser Website Scriptbibliotheken und Schriftbibliotheken wie z. B. Google Webfonts (https://www.google.com/webfonts/). Google Webfonts werden zur Vermeidung mehrfachen Ladens in den Cache Ihres Browsers übertragen. Falls der Browser die Google Webfonts nicht unterstützt oder den Zugriff unterbindet, werden Inhalte in einer Standardschrift angezeigt.

Der Aufruf von Scriptbibliotheken oder Schriftbibliotheken löst automatisch eine Verbindung zum Betreiber der Bibliothek aus. Dabei ist es theoretisch möglich – aktuell allerdings auch unklar ob und ggf. zu welchen Zwecken – dass Betreiber entsprechender Bibliotheken Daten erheben.

Die Datenschutzrichtlinie des Bibliothekbetreibers Google finden Sie hier: https://www.google.com/policies/privacy/

Eingebettete YouTube-Videos

Auf einigen unserer Webseiten betten wir Youtube-Videos ein. Betreiber der entsprechenden Plugins ist die YouTube, LLC, 901 Cherry Ave., San Bruno, CA 94066, USA. Wenn Sie eine Seite mit dem YouTube-Plugin besuchen, wird eine Verbindung zu Servern von Youtube hergestellt. Dabei wird Youtube mitgeteilt, welche Seiten Sie besuchen. Wenn Sie in Ihrem Youtube-Account eingeloggt sind, kann Youtube Ihr Surfverhalten Ihnen persönlich zuzuordnen. Dies verhindern Sie, indem Sie sich vorher aus Ihrem Youtube-Account ausloggen.

Wird ein Youtube-Video gestartet, setzt der Anbieter Cookies ein, die Hinweise über das Nutzerverhalten sammeln.

Wer das Speichern von Cookies für das Google-Ad-Programm deaktiviert hat, wird auch beim Anschauen von Youtube-Videos mit keinen solchen Cookies rechnen müssen. Youtube legt aber auch in anderen Cookies nicht-personenbezogene Nutzungsinformationen ab. Möchten Sie dies verhindern, so müssen Sie das Speichern von Cookies im Browser blockieren.

Weitere Informationen zum Datenschutz bei „Youtube“ finden Sie in der Datenschutzerklärung des Anbieters unter: https://www.google.de/intl/de/policies/privacy/

Änderung unserer Datenschutzbestimmungen

Wir behalten uns vor, diese Datenschutzerklärung anzupassen, damit sie stets den aktuellen rechtlichen Anforderungen entspricht oder um Änderungen unserer Leistungen in der Datenschutzerklärung umzusetzen, z.B. bei der Einführung neuer Services. Für Ihren erneuten Besuch gilt dann die neue Datenschutzerklärung.

Fragen an den Datenschutzbeauftragten

Wenn Sie Fragen zum Datenschutz haben, schreiben Sie uns bitte eine E-Mail oder wenden Sie sich direkt an die für den Datenschutz verantwortliche Person in unserer Organisation:

Die Datenschutzerklärung wurde mit dem Datenschutzerklärungs-Generator der activeMind AG erstellt.

Angaben gemäß § 5 TMG:  
Anbieter: Blöcher - Online
Anschrift: Abens 9a
26409 Wittmund
Inhaber: Stephan Blöcher
 
Kontaktdaten  
Telefon: +49 (0) 4973 913 68 43
FAX: +49 (0) 4973 913 68 42
Mobil: +49 (0) 151 681 06 000
eMail: kontakt(at)bloecher-online.de
Homepage: http://www.bloecher-online.de
 
Mit Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch die Anbringung eines Links die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann so das LG - nur dadurch verhindert werden, dass man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. In unserem Webangebot werden Links zu anderen Seiten im Internet gelegt.
 
Für all diese Links gilt:

Wir möchten ausdrücklich betonen, dass wir keinerlei Einfluss auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten haben. Deshalb distanzieren wir uns hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkter Seiten und machen uns diese nicht zu Eigen. Diese Erklärung gilt für alle innerhalb unserer Seiten, ausgebrachte Links und für alle Inhalte der Seiten, zu denen diese Links führen. Die Betreiber der jeweiligen Seiten handeln in Eigenverantwortung und unterliegen dem jeweiligen Landesrecht.

S.B.

Nach Oben